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Wundenwunder Ringelblume

Keine andere Pflanze ist in ihrem Einsatz so tatkräftig, wenn es um die Pflege verletzter oder irritierter Haut geht. Die antiseptische Wundheilerin aus der Gartenrabatte fördert die Geweberegeneration von außen und innen – ein Fixstarter für die Haus- und Reiseapotheke.

Hildegard von Bingen empfahl die „Ringula“ bei schuppiger Haut, Kräuterpfarrer Kneipp sogar bei Geschwüren. Die Volksmedizin weiß die einjährige Heilpflanze, die ihren Namen aufgrund der geringelten Samen trägt, bei vielen Beschwerden einzusetzen. Ihr Ruf eilt ihr weit voraus.

Apothekers Blütenschatz

In der Ringelblume finden wir einen Naturschatz, der bereits in der Offizin, der Apotheke des Mittelalters, erhältlich war. Ihre botanische Bezeichnung „Calendula officinalis“ bezieht sich darauf, dass sie viele Monate im Jahr blüht – von Anfang Juni bis zum ersten Frost. Zur Sommersonnenwende öffnet die Wetteranzeigerin ihre Blüten. So sehen wir die betörend gelb-orangen Köpfchen freundlich aus sonnigen Gartenrabatten und Balkonblumentöpfen leuchten. Sie bilden zusammen mit den Blättern die Wirkstoffträger. Ihre wundheilende Wirkung wie auch die Linderung entzündlicher Veränderungen von Mund- und Rachenschleimhaut sind wissenschaftlich belegt. Studien bezeugen ihre Effektivität bei der Reduzierung der Folgen von Sonnenbrand und Verbrennungen. Bei chronisch entzündlichen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte kann die Ringelblume wirkungsvoll zur Entspannung beitragen, indem sie die Regeneration der betroffenen Hautareale unterstützt.

Universal Einsetzbar

Tees mit Ringelblume tun gut. Sie lassen sich – ebenso wie Ringelblumen-Tinktur – sowohl äußerlich als auch innerlich anwenden. Zum Auftragen bei schlecht heilenden Wunden sowie allen Erkrankungen der Epidermis und rissiger Haut hat sich die Darreichungsform als Salbe bewährt. Selbst stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen lassen sich damit behandeln. Äußerlich angewandte Ringelblumentinktur oder -salbe fördert den Abbau des Gewebetraumas von außen, Globuli schützen von innen und besänftigen außerdem entzündete Augenbindehaut. So haben wir den Blick frei für die farbige Blütenpracht.

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