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Vom Vergessen und Vergeben: Demenz

Wenn die Kraft des Verstandes nachlässt, ist bei Angehörigen Verständnis gefragt. Dennoch sollten wir demenzkranken Menschen nicht alles abnehmen: (Professionelle) Hilfe zur Selbsthilfe trägt dazu bei, dass Betroffene länger selbstständig bleiben.

Der Begriff Demenz leitet sich vom lat. demens ab, das übersetzt „unvernünftig“ bzw. „Nachlassen der Verstandeskraft“ bedeutet. Medizinisch umfasst Demenz mehr als 50 Krankheitsformen. Allen gemein ist die anhaltende oder fortschreitende Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des Denkens und anderer Hirnleistungen. Die häufig damit verbundenen Veränderungen im zwischenmenschlichen Verhalten sind für Angehörige nicht immer leicht. Doch je mehr wir über Demenz wissen und uns bemühen, uns auch in die Situation des Kranken zu versetzen, umso besser lernen wir damit umzugehen. 

Mit rund 60 % der weltweit etwa 24 Mio. Demenzerkrankungen ist Alzheimer die häufigste Form. Durch Ablagerungen im Gehirn und das Absterben von Neuronen nimmt die Hirnmasse dabei vermehrt ab. Die zweithäufigste Form, die vaskuläre Demenz, wird von Durchblutungsstörungen im Gehirn ausgelöst. Während Alzheimer meist schleichend beginnt und langsam fortschreitet, setzt die vaskuläre Demenz oft plötzlich ein und verschlechtert sich schubweise. Die Symptome ähneln sich: Betroffene haben Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis, sie werden zunehmend vergesslich, können sich nur schwer konzentrieren und im Gespräch entfallen ihnen auf einmal alltägliche Worte. Darüber hinaus können Orientierungsprobleme in fremder Umgebung ein erstes Anzeichen sein. 

DEN MUT FINDEN, HILFE ZU HOLEN

Frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, unterstützt Angehörige ebenso wie die Betroffenen. Das Selbstwertgefühl dementer Menschen zu stärken und ihre Unabhängigkeit zu fördern, trägt zu mehr Lebensqualität bei. Adäquate Beschäftigung hilft, die individuellen Fähigkeiten länger zu erhalten.

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