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Safran: Bringt Sonne ins Herz

Eines der teuersten Gewürze der Welt ist auch medizinisch wertvoll: Safran unterstützt die gesunde Verdauung, schützt dank sekundären Pflanzenstoffen die Leber, verbessert die Durchblutung und bringt Licht in dunkle Gedanken.

Der kleine Krokus stammt ursprünglich aus dem mittleren Osten. Seit dem alten Perserreich ist „das Gelbe“, wie Safran übersetzt heißt, eines der wichtigsten Exportgüter des Iran. Doch seine Geschichte ist auch eng mit unserem Land verknüpft: Der hochwertige Crocus austriacus aus dem niederösterreichischen Donauraum galt lange Zeit als der beste Safran Europas und zählte zu den „berühmten Specialitäten des Kronlandes“.

Händisch geerntete Medizin

Den bekannten färbenden Effekt des Safrans nutzten früher vor allem jene von Rang und Namen. Denn wer safrangelbe Kleidung trug, musste reich sein! Immerhin kann die unfruchtbare Pflanze lediglich durch Knollenteilung vermehrt werden und blüht nur einmal im Jahr. In diesen wenigen Wochen im Herbst müssen die roten Fäden der Blütennarben in mühevoller Handarbeit geerntet werden. Und für 1 kg Safran sind rund 200.000 Blüten nötig! Kostbar machen den lila Krokus außerdem seine Inhaltsstoffe: Iranische Mediziner fanden heraus, dass der Hauptaromastoff Safranal unseren Serotoninspiegel anhebt und damit ähnlich stimmungsaufhellend wirkt wie gängige Antidepressiva, allerdings ohne deren Nebenwirkungen. Die farbgebenden sekundären Pflanzenstoffe, nämlich die Carotinoide Crocin und Crocetin, schützen mit ihrer antioxidativen Wirkung unsere Zellen. Davon profitiert auch die Leber. 

Besser durchblutete Organe 

Kombiniert mit Curcumin lässt sich die Wirkung des Safrans verstärken und unsere Durchblutung verbessern – bis in die kleinsten Blutgefäße des Auges. Das schafft Abhilfe bei Rötungen und steigert auch die Netzhautfunktion. Die gute Durchblutung sorgt zudem dafür, dass unsere Organe, z. B. das Gehirn, mit viel Sauerstoff versorgt werden. Safran ist daher auch empfehlenswert für Demenz-Patienten. Laut Studien hält er dem Vergleich mit entsprechenden Medikamenten stand – ohne die sonst üblichen Nebenwirkungen. 


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