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Mistel: Mythos trifft Wirkung

Die im Winter blühende Pflanze kann als Freund der goldenen Jahre bezeichnet werden. Von ihren stärkenden Eigenschaften auf das Hormon-, Herz-Kreislauf- und Nerven-System profitieren beide Geschlechter gleichermaßen. Legendäres Well-Aging!

Um kaum eine Pflanze ranken sich so viele Mythen und Legenden, wie um Viscum album, die immergrüne Weißbeerige Mistel. Ihre meist schicksalsentscheidende Rolle in den Erzählungen alter Zeit macht die Ehrfurcht vor der Pflanze deutlich und zeigt die Faszination, die sie auf den Menschen auszuüben vermochte. Im Christentum wurde die Mistel aufgrund ihres kreuzweisen Wuchses für heilig befunden. Als Zauberrute, mit der Götter und Heroen das Tor zur Unterwelt aufschlossen, finden wir die Mistel in der griechisch-römischen Tradition. In der germanischen Überlieferung lenkt das Gewächs Weltuntergang und Neuanfang. Den Kelten war eine goldene Sichel gerade gut genug, um die Pflanze von ihrem Wirtsbaum zu trennen. Nicht umsonst sammelt Miraculix Misteln für den Zaubertrank der Gallier. 

LANGLEBIGER GAST

In den luftig-lichten Höhen der Bäume fühlt sich die Mistel wohl, Kontakt zur Erde braucht sie nicht. Sie wird als Halbschmarotzer bezeichnet, da sie aus ihrer Wirtspflanze zwar Wasser und Mineralstoffe aufnimmt, die Fotosynthese aber selbst erledigt. So schadet sie dem Baum nur bei starkem Befall und wird bis zu dreißig Jahre alt. Auffallend häufig ist die Mistel auf Bäumen anzutreffen, deren Standort eine geopathische Störung aufweist. Solche Gegenden sind der menschlichen Konstitution nicht zuträglich und als Wohn- und Lebensort ungeeignet. Der Mistel hingegen behagen derartige Gegebenheiten. Sie benutzt die Erdstrahlen und leitet sie dadurch ab, was auf den Platz bis zu einem

gewissen Grad entstörend wirkt.

Sicher ist die Prominenz der Mistel ihrem breiten Spektrum an Wirkstoffen geschuldet. Das mag damit zusammenhängen, dass die Mistel je nach Wirtsbaum unterschiedliche Stoffe enthält. Die förderliche Wirkung auf das gesamte Herz-Kreislauf-System sei an erster Stelle genannt. Regulierend unterstützt das Gewächs auch den Stoffwechsel sowie das Nervensystem. Bei Immunschwäche und in der Rekonvaleszenz bietet die Pflanze gute Dienste. Harntreibend wird sie auch bei chronischen Nierenleiden empfohlen und lindert Erkrankungen des Bewegungsapparates. Bei Beschwerden, wie sie der Winter des Lebens mit sich bringt, darf man sich ebenfalls auf die Mistel verlassen: Als Gefäß- und Gedächtnisschutz ist sie im Einsatz, stärkt das Herz, wirkt ausgleichend auf das Hormonsystem, schenkt uns Widerstandskraft und auch auf seelischer Ebene mehr Vitalität. So lässt es sich gut altern. Bei Krebserkrankungen konnten mit Mistel-Begleittherapien unter ärztlicher Aufsicht in zahlreichen Fällen gute Erfahrungen gemacht werden.


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