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Lavendel: Lila Leichtigkeit

Bereits von Paracelsus als „Nervenkräutel“ bezeichnet leistet der Lavendel gute Dienste bei innerer Unruhe. Er lässt uns leichter einschlafen, unterstützt gegen Kopfschmerzen und hat einen positiven Einfluss auf unsere Stimmung.

Die violetten Ähren des Lavendels wurden schon im alten Ägypten genutzt. Grabbeigaben, die selbst nach 3.000 Jahren ihren charakteristischen Duft verströmen, zeugen davon. Lavendel ist berühmt für seine reinigende Wirkung auf Körper und Geist. Dieser Eigenschaft entstammt auch sein Name, angelehnt an „lavare“ (lat. waschen): Lavandula angustifolia. Sein kostbares ätherisches Öl wird besonders in der Provence in großem Stil gewonnen. Die Anwendungsbereiche dieses Allrounders sind vielfältig. Bei Insektenstichen und Verbrennungen lindert Lavendel Juckreiz und Schmerz. Er entspannt die Muskulatur bei Bauchkrämpfen, wirkt gegen Bakterien wie Pilze und fördert die Wundheilung. Überdies hat er eine entzündungshemmende Wirkung und sein Geruch unterstützt gegen Kopfschmerzen.

Duftender Insektenschutz. Flöhe, Zecken, Stechmücken, Motten, ja auch Ameisen meiden seinen Geruch. Verantwortlich dafür ist Linalool, eine Substanz, die das Nervensystem dieser Insekten stört. Bienen und Schmetterlinge hingegen werden von genau diesem Stoff angezogen. Auf Bienen hat das Linalool sogar eine besänftigende Wirkung. Nehmen sie einen Angreifer wahr, stechen sie unter Linaloolgeruch seltener.

Auch die menschliche Psyche kann von den Inhaltsstoffen des Lavendels profitieren. Einige von seinen Wirkstoffen können die Blut-Hirn-Schranke überwinden und direkt harmonisierenden Einfluss auf das Nervensystem nehmen. Sie beruhigen und mildern Gefühlsausbrüche, sind stimmungsaufhellend, anregend und stimulierend. Das „Nervenkräutel“ kann in vielfältiger Form angewendet werden. Ob als Salbe, Öl, Badezusatz oder als Tee. Lavendel ist eine duftende Entspannungshilfe – besonders wertvoll in reizüber­fluteten Zeiten.

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