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Getarnte Infektion Borreliose

Wenn im Frühling das große Krabbeln losgeht, tritt sie wieder in den Fokus: Borreliose, die oft versteckte Bakterieninfektion, wird von Zecken und Gelsen übertragen. Wir Menschen und unsere geliebten Vierbeiner sind gleichermaßen betroffen. Was genau dahintersteckt.

Fast das ganze Jahr über sind Zecken aufgrund milder Winter mittlerweile aktiv und hungrig. Die Spinnentierchen stechen nicht nur und saugen Blut durch ihren Rüssel auf, sie können über ihren Speichel u. a. auch Bakterien namens Borrelia burgdorferi weitergeben. Die Zeckenschutzimpfung schützt vor FSME, eine Borrelien-Infektion vermag sie nicht zu verhindern.

Erste Anzeichen ernst nehmen

Als Frühsymptom zeigt sich typischerweise eine sich ausdehnende, kreisförmige Hautrötung um die Einstichstelle. Dieses Indiz kann aber auch entfallen. Im ersten Stadium der Infektion können außerdem grippeähnliche Symptome auftreten, nach mehreren Wochen starke Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Wird nicht unmittelbar nach dem Stich mit Antibiotika behandelt, kann sich die sogenannte Lyme-Arthritis bis ins 3. Stadium der Erkrankung verschleppen, in dem Nerven und Gehirn betroffen sein können. Grund dafür sind Neurotoxine, die als Stoffwechselprodukt der Borrelien in Gewebe und Nerven abgelagert werden. Diese Symptome können auch erst nach Jahren der Erstinfektion auftreten. Kaum jemand bringt diese Erkrankungen dann mit dem Zeckenstich in Verbindung. Daher ist eine sofortige Behandlung und auch eine ausleitende Begleittherapie – z. B. mit Karde – um nicht nur die Bakterien, sondern auch deren toxische Stoffwechselprodukte aus dem Körper zu entfernen, von größter Wichtigkeit.

Der beste Schutz vor Borreliose ist natürlich die Zeckenabwehr. Kommt es zum Stich, ist das richtige Entfernen der Zecke von großer Bedeutung, um die Infektionsgefahr gering zu halten. Sinnvoll ist es auch, die entfernte Zecke im Labor untersuchen zu lassen, um festzustellen, ob ein Borrelienbefall vorliegt. Fällt der Test positiv aus, kann überlegt werden, prophylaktisch mit einer Antibiotikatherapie zu beginnen. Dies ist besonders bei Tieren interessant, da die Anzeichen auf der Haut schwer erkannt werden und die Infektion lange unbemerkt bleiben kann.

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