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Detox-Organ N° 1: Die Leber

Wenn sich das erste Grün zeigt und die Natur mit frischer Energie zurückkehrt, dann ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um auch an eine Erneuerung für unseren Körper zu denken. Im Zentrum dabei unser wichtigstes Entgiftungsorgan, die Leber.

Die Leber ist mit circa 1,4 bis 1,8 Kilogramm das zentrale Stoffwechselorgan des Menschen und gleichzeitig die größte Drüse in unserem Körper. Die Größe des Organs gibt einen Hinweis darauf, welche Vielfalt an Aufgaben von ihr erfüllt wird. Fast alle Nährstoffe, die durch den Verdauungstrakt aufgenommen werden, gelangen zuerst in die Leber und werden verwertet. Daneben kümmert sich die Leber auch um die Gallenbildung, die Produktion von lebenswichtigen Proteinen und Abwehrstoffen sowie die Speicherung von Vitaminen, Glucose, Fett und weiteren Stoffwechselprodukten. Gleichzeitig ist sie auch die Entgiftungszentrale unseres Körpers. Schädliche Stoffe werden von der Leber abgebaut oder zu Substanzen umgewandelt, die problemlos mit dem Urin ausgeschieden werden können. Weitere wichtige Aufgaben sind die Bildung, Aktivierung und der Abbau von Hormonen, wie unter anderem dem Prohormon Vitamin D3 sowie Wachstums- und Sexualhormonen.

Organ erneuert sich selbst

Im Vergleich zu anderen Organen besitzt die Leber eine besonders ausgeprägte Fähigkeit zur Regeneration. Werden die Leberzellen durch Verletzungen oder Schadstoffe beschädigt, können sie wieder neu gebildet werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Auslöser für den Schaden entfernt und noch mehr als 50 Prozent an funktionsfähigem Lebergewebe vorhanden ist. Bei andauernder Überbelastung können jedoch körperliche Beschwerden und eine eingeschränkte Leberfunktion auftreten. 

Leberfeinde

Ungesunde Ernährung ist der Hauptstressfaktor für das Detox-Organ. Neben Alkohol gibt es auch zahlreiche nicht-alkoholische Verursacher: Vor allem zu hohe Energieaufnahme bei zu wenig Bewegung. Aber auch Diabetes und erhöhte Blutfettwerte schaden der Leber. Speziell Kohlenhydrate, wie der Haushaltszucker (Saccharose) und Fruchtzucker (Fructose) haben einen negativen Einfluss auf das Organ. Besonders gefährlich: Schädigungen spüren wir nicht sofort, da die Leber keine Schmerzreize aussendet, sondern still leidet. Viele Symptome einer Störung, wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Unverträglichkeit von Fett oder Druckempfindlichkeit im Oberbauch, sind sehr unspezifisch und lassen oft nicht direkt auf eine Erkrankung der Leber schließen. 

Leberfreunde

Die Reduktion von Übergewicht und der Verzicht auf Alkohol sind der erste Schritt zu einer gesunden Leber. Eine vollwertige Kost, die reich an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist, gehört dazu. Auf eine strikte, kalorienarme Kost sollte aufgrund von Mangelerscheinungen verzichtet werden. Im Frühjahr kommt unser Stoffwechsel zudem in Schwung. Daher können wir die Leber jetzt besonders gut stärken. Förderlich sind Pflanzen, Kräuter und Gemüsesorten, die Bitterstoffe enthalten, wie Löwenzahn, Brennnessel, Artischocken, Chicorée, Endiviensalat, Radicchio und Rosenkohl. Aber auch spezielle Nahrungsergänzungen können unsere Leber unterstützen. Besonders wirksam sind Astaxanthin, Ubichinon, Vitalpilze oder Curcumin. Die Einnahme dieser Präparate hat aber noch einen anderen positiven Effekt: Sie können die Leber beim Verstoffwechseln von Arzneimitteln unterstützen und damit mögliche Nebenwirkungen reduzieren helfen.


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